Glossar
Fachbegriffe rund um LRS, Dyskalkulie und Lerntherapie — kurz und verständlich erklärt.
A
AD(H)S
Die Abkürzung ADHS steht für A ufmerksamkeits d efizit-/ H yperaktivitäts s törung. Hauptsymptom einer ADHS ist eine mangelhafte Verarbeitung von Informationen, die zu Leistungs-…
Anamnese
Unter dem Begriff „Anamnese“ wird die systematische Befragung der Entwicklungsgeschichte des Patienten/der Patientin verstanden – in unserem Fall also des Kindes mit Verdacht auf…
Auditive Teilleistungen
Auditive Aufmerksamkeit/Wahrnehmung und auditives Gedächtnis Das Wort auditiv stammt vom lateinischen audire = hören ab und meint das Hören, den Gehörsinn betreffend. Drei der…
B
D
Diagnostik
Die Wörter Diagnostik bzw. Diagnose stammen aus dem Griechischen und meinen in etwa „gründlich kennen lernen“, „Erkenntnisgewinnung“. Unter Diagnostik versteht man im…
Dyskalkulie
Frau Dr. Ise von der Uniklinik Köln, Expertin auf dem Gebiet der Rechenstörung, definiert wie folgt: „Die Rechenstörung ist eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO)…
F
Figurgrunddifferenzierung
Die Figurgrunddifferenzierung ist eine weitere Teilleistung, die gerade bei Kindern mit Lernschwächen oftmals unzureichend ausgebildet ist. Die wichtigste Funktion der…
Früherkennung
Es gibt sogenannte Vorläuferfähigkeiten für den Lese- und Schriftspracherwerb. Diese sind z.T. vererbt, zum anderen Teil werden sie im Laufe der Kindheit erworben. Hierzu zählen…
Förderung
auch: symptomspezifische Verfahren/Lerntraining Es ist nachgewiesen, dass sich eine Legasthenie oder Dyskalkulie nicht von selbst verwächst. Klassischer Nachhilfeunterricht ist…
G
I
Intelligenzquotient/IQ
Der Intelligenzquotient, kurz als IQ bezeichnet, gilt als ein Maßstab für die Intelligenz eines Menschen. Ermittelt wird er durch einen standardisierten, normierten…
Intermodalität
Unter Intermodalität wird die Fähigkeit verstanden, Eindrücke aus verschiedenen Sinnesbereichen zu verbinden. Für das Schreiben- und Lesenlernen ist die reibungslose Fähigkeit zur…
K
Klassennorm/Altersnorm
Klassennorm/Altersnorm Die Klassennorm oder Altersnorm dient der Nachprüfbarkeit der Ergebnisse eines Lese-Rechtschreibtestes oder eines Tests auf Dyskalkulie. Bei der Klassennorm…
Komorbidität
Unter dem Begriff Komorbidität wird das Auftreten von einer oder mehrerer Begleiterkrankungen zu einem bestehenden Krankheits- oder Störungsbild verstanden; so z.B. wenn bei einem…
Körperschemawahrnehmung (Raumorientierung)
Die Körperschemawahrnehmung ist eine weitere Teilleistung, die einen wichtigen Beitrag dazu leistet, richtig lesen, schreiben und rechnen zu können. Körperschemawahrnehmung meint…
L
Legasthenie
auch Lese-Rechtschreibstörung/ LRS Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert die Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie) als Entwicklungsstörung des Lesens und Schreibens…
Lerntherapie
siehe Förderung
LRS-Erlass
Der LRS-Erlass NRW wurde bereits 1991 vom Kultusministerium beschlossen. Zielgruppe sind Kinder, die besondere Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens und Rechtschreibens haben.…
M
N
Nachteilsausgleich
Der Nachteilsausgleich ist ein Baustein im schulischen LRS-Erlass NRW von 1991. Ziel ist es nicht, Kinder mit besonderen Schwierigkeiten beim Erwerben des Lesens und Schreibens,…
Normierte Testverfahren
Unter normierten Testverfahren versteht man Testungen, deren Ergebnisse anhand einer geprüften Norm verglichen werden. Bei einer Testung auf eine Lese-Rechtschreibschwäche oder…
P
Paragraph 35a, SGB VIII
Der Paragraph 35a des Sozialgesetzbuches regelt die Eingliederungshilfe für Kinder mit (drohender) seelischer Behinderung. Nach diesem Gesetz haben Kinder ein Recht auf…
Phonologische Bewusstheit
Phonologie meint die Lehre der Laute, Töne oder Stimme. Unter phonologischer Bewusstheit wird demnach die Fähigkeit zur Wahrnehmung kleinster sprachlicher Einheiten verstanden,…
Q
R
S
Sekundärsymptomatik
Sekundär bedeutet so viel wie „nachträglich hinzukommend, nicht ursprünglich“. Symptom wird definiert als Anzeichen einer Entwicklung, oft gemeint als Vorzeichen einer Krankheit.…
Serialität
Serialität gehört zu den benötigten Fähigkeiten der Informationsverarbeitung. Sie wird benötigt, um Reihenfolgen wahrzunehmen, zu verarbeiten, zu speichern und wiederzugeben.…
T
U
V
Visuelle Aufmerksamkeit/Wahrnehmung und visuelles Gedächtnis
Das Wort visuell stammt vom lateinischen videre = sehen ab und meint das Sehen betreffend . Drei der elementare Funktionen, die es ermöglichen, einen optischen Reiz korrekt…
Vorläufermerkmale
Unter Vorläufermerkmalen werden Fähigkeiten verstanden, die Kinder in der Regel bereits vor Schuleintritt entwickeln. Diese Merkmale sind wichtige Voraussetzungen, um später in…
W
Z
I.D.L.-Sprechstunde
Kostenfreie Beratung rund um die Themen LRS und Rechenschwäche. Terminvereinbarung unter 0234 89 38 70.